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Geographie: Marokko besteht hauptsächlich aus Gebirgen und Hochebenen,. Im Nordosten bildet das bogenförmige Kalksteingebirge Rif die Mittelmeerküste; westlich des Rif breitet sich der Rharb aus, eine Tiefebene
aus Schwemmland. Das Atlasgebirge durchzieht Marokko von Südwesten in nordöstliche Richtung wie ein Rückgrat und fächert sich zur algerischen Grenze hin in verschiedene Hochebenen auf., In nordwestlicher Richtung
fällt es stufenweise zur Atlantikküste ab. Hier finden sich die fruchtbarsten Regionen und die bedeutendsten Städte des Landes. Das Atlasgebirge gliedert sich in drei Ketten mit dem Hohen Atlas in der Mitte, dem
Mittleren Atlas im Nordwesten und der wesentlich flacheren, dem Anti-Atlas, im Südwesten. Die bedeutendsten Wasserläufe sind Gebirgsflüsse.
Klima: In Marokko gibt es drei Klimaregionen: Die Küsten sind vom Mittelmeerklima geprägt, das Innere vom Steppenklima und der Süden vom Wüstenklima. Es erstrecken sich von Nordosten nach Südwesten
vier Gebirgszüge: Rif (höchster Gipfel 2456 m), Mittlerer Atlas (3340 m), Hoher Atlas (4165 m) und Anti- Atlas (2531 m). Dem Anti- Atlas ist im Nordwesten ein 200 km breites Hochland (700 m) vorgelagert, welches
stufenweise zur Atlantikküste abfällt und im Norden durch die Küstenkette des Rif begrenzt wird. Das ganze Jahr über haben die Küstengebiete subtropisches Klima, in denen die Durchschnittstemperaturen nur leicht
abweichen. In den Wintermonaten November bis März beträgt die durchschnittliche Temperatur etwa 16°C und es ist teilweise sehr regnerisch, die Temperaturen im Sommer liegen bei 24-26°C. Im Binnenhochland herrscht
kontinentales Klima mit sehr heißen, trockenen Sommern, bei Durchschnittstemperaturen um 30-32°C. Die Tagestemperaturen zwischen 37 und 40°C sind keine Seltenheit. Beste Reisezeit: Für die Mittelmeer- und
Atlantikküste empfiehlt sich die Zeit von April bis November, wogegen für das Landesinnere die Monate Oktober bis Mai.
Kurzinfo: Römische Legionen intervenierten schon 42 v. Chr. im Land der Berber, das im 7. Jahrhundert von den Arabern erobert wurde. 711 beteiligten sich die Berber an der muslimischen Eroberung
Spaniens, was Andalusien bis heute kulturell beeinflußt. Erst 1492, im Jahr der Entdeckung Amerikas, gelang den Spaniern die vollständige Rückeroberung. Den Wettlauf um kolonialen Einfluß in Marokko konnte
schließlich Frankreich im wesentlichen für sich entscheiden: im Vertrag von Fes 1912 wurde Marokko Protektorat, Spanien erhielt das Rifgebirge und den Süden. Seit den 20er Jahren, bis einschließlich 1934, kämpften
Berberstämme gegen die Europäer, die dem Land erst 1956 die Souveränität zurückgaben. König Hassan II. führte sein Land von der absoluten zur konstitutionellen Monarchie, unterdrückte schwere Unruhen mit jahrelangem
Ausnahmezustand (1965 - 1970), führt seit 1975 Krieg gegen die Polisario-Front in Westsahara - und übergab im März 1998 die Regierungsgeschäfte an Marokkos ersten sozialistischen Regierungschef. Auch mit dem
Sozialisten Abdel el-Rahman Jussufi als Premier bleibt die Machtfülle des Königs tabu - der starke Mann im neuen Kabinett, Innenminister Dris Basri, ist enger Vertrauter des Monarchen, weitere Schlüsselpositionen
wie z.B. Justiz, Religion und Verteidigung bleiben in den Händen von Königstreuen. Gleichwohl signalisiert der kontrollierte Wechsel unter Einbeziehung der früheren Opposition in die Regierung die Chance, Probleme
wie Arbeitslosigkeit, Strukturwandel und die Rückgabe der spanischen Afrika-Enklave Melilla und Ceuta zu lösen. In seiner ersten Rede an die Nation nach der Thronbesteigung bekannte sich der neue marokkanische König
Mohammed VI. (35) am 30.7.1999 in Rabat zu Rechtsstaat, politischen Pluralismus und zur Achtung der Menschenrechte. Zugleich beschloss er die Freilassung von etwa 8000 Häftlingen und für rund 38 000 Strafgefangene
teils erhebliche Strafminderungen. Mohammed VI. versprach in seiner Thronrede, er werde seinen am 23.7.1999 verstorbenen Vater Hassan II. ehren, indem er dessen marktwirtschaftliche Reformen fortsetze und sich um
Frieden in der Region bemühe. Dem für den demokratischen Wandel in Marokko stehenden sozialistischen Ministerpräsidenten Abderrahman Youssoufi sicherte er volle Unterstützung zu.
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