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Reisebericht Libyen 04.10-04.11.1998
Am Sonntag, dem 04.Oktober 1998, machten wir uns von Remscheid aus auf den Weg nach Libyen. Unsere Reise sollte uns in Europa durch Frankreich und in Afrika durch Tunesien führen, bis wir unser Ziel
erreichen. In wie hier üblichem Regenwetter, starteten wir um 10.00 Uhr in der Früh. Auf der Autobahn Richtung Frankfurt klarte der Himmel schließlich auf. Nach 200km zügiger Autobahnfahrt schlug zum ersten mal der
Pannenteufel zu. Bei voller Fahrt platzte ein Reifen an der 2. Vorderachse des Wohnkoffer-Tatra. Durch die zwei Lenkachsen ließ sich das Fahrzeug glücklicherweise einwandfrei auf den Pannenstreifen lenken. Nach dem
einsammeln der größten Gummistücke und dem montieren eines neuen Reifens ging es weiter.
Unsere erste Nacht verbrachten wir in Breisach am Rhein. Dort luden wir noch zwei Motorräder und einen Motorradfahrer ein. Wieso nur einen Motorradfahrer? Ein Teil der Mitreisenden begab sich per Bahn
oder Flugzeug direkt nach Marseille bzw. Djerba. Die relativ langweilige Anreise über europäische Autobahnen konnte man sich so sparen. Auf der weiteren Fahrt durch Frankreich verschlechterte sich leider wieder das
Wetter. Unsere zweite Nacht verbrachten wir deshalb bei strömendem Regen auf einem Rastplatz. Am nächsten Morgen vermissten wir dann einen Mitreisenden. "Hotte", unser hartgesottener
"Buschpilot", hatte sich auf dem Rastplatz unter einem Vordach auf einen Tisch gelegt. Nach einer kleinen Suchaktion fanden wir ihn eingepackt in einem Schlafsack. Er hatte dort eine wesentlich ruhigere
Nacht verbracht als wir.
06.10.98. Bei schönstem Sonnenschein trafen wir in Marseille ein. Wir ließen uns bis zur Abfahrt am nächsten Tag im Hafengelände nieder. Ein Fehler, wie sich später herausstellen sollte. Das Wasser im
Hafen glich einer Kloake – und roch auch so!
Die Einschiffung klappte relativ reibungslos. Leider durften wir wegen der großen Fahrzeuge erst zuletzt an Bord. Dadurch hatten wir die Gelegenheit, die Tunesier mit ihren futuristischen Fahrzeugen zu
beobachten. Turmhoch stapelten sich die Gegenstände auf den PKW der Tunesier. Teppiche, Kühlschränke, Waschbecken usw, einem deutschen Polizisten hätten die Haare zu Berge gestanden. Unser Schiff auf der Hinreise
war die Habib. Vor 20 Jahren in einer deutschen Werft gebaut, pendelt sie nun schon lange im Dienst der SNCM zwischen Marseille, Tunis und Genua. Alles in allem ein gepflegtes Schiff mit freundlichem Personal. Auf
der gesamten Überfahrt begleitete uns die Sonne. (Als Lenneper muß man das schon mal öfter erwähnen).
Als wir den Kapitän der Habib fragten, ob wir uns einmal den Maschinenraum ansehen könnten, wurde dies leider verneint. Ersatzweise hatten wir die Möglichkeit uns einen Eindruck davon zu verschaffen,
wie langweilig der Job eines Kapitäns auf der Brücke ist.
Zwei Deutsche mit ihrem Land Rover sprachen uns währen der Überfahrt an, ob sie sich uns anschließen könnten. Wir hatten nichts dagegen und verabredeten uns im Hafen von Tunis.
Auf der Fähre gab es noch reichlich Papierkram zu erledigen: Ausreiseformalitäten, Einreiseformalitäten usw. So konnte man die Zeit wenigstens einigermaßen sinnvoll nutzen.
08.10.98. In Tunis angekommen waren wir leider wieder die letzten. Diesmal mußten wir warten bis alle anderen das Schiff verlassen hatten. Die Luft in den Laderäumen war extrem mit Autoabgasen
verseucht. Die Tunesier machten sich offenbar einen Spaß daraus, die Wagen schon ca. 10 min. vor dem Öffnen der Bugklappe zu starten. Als wir dann endlich dran waren tat sich nichts. Zumindest nicht bei dem
Planen-Tatra. Jemand hatte tags zuvor vergessen die Beleuchtung in dem Planenaufbau auszuschalten. Die Batterien hatten nun nicht mehr genug Kraft den Motor durchzudrehen.
Kein Problem dachten wir uns, und befestigten das Seil des Koffer-Tatra an der Kupplung des Planen-Tatra. Ein Ruck und – das Seil war durch die Kausche gerutscht. Prima dachten wir uns, dann nehmen wir
eben die Abschleppstange. In diesem Moment kamen die hilfsbereiten tunesischen Hafenarbeiter auch schon mit einem Traktor auf die Fähre gefahren. Dieser war jedoch nicht nötig, denn die Abschleppstange hielt was sie
versprach. Ein kurzer Ruck – und der Motor des Planen-Tatra lief wieder. Dies sollte uns für den Rest der Reise als Denkzettel reichen.
Im Hafen von Tunis hatten wir dann noch etwa zwei Stunden lang Papierkram zu erledigen. Unsere zwei Land Rover Fahrer fanden wir auch im Hafengelände. Leider sollte aus unserer gemeinsamen Reise nichts
werden. Der Land Rover hatte einen Motorschaden bzw. lief nur noch auf drei Zylindern. Ein solcher Schaden mußte zunächst behoben werden. So ließen wir die Zwei mit ihrem Landy zurück und verabredeten uns in der
Karawanenstadt "Ghat", wenn denn der Motor repariert werden könnte.
Durch starkes Verkehrswirrwarr bahnten wir uns einen Weg heraus aus Tunis. Etwa 50 Kilometer hinter Tunis fanden wir unser erstes Nachtlager in Afrika. Hier luden wir auch die Motorräder ab. Diese
Aktion dauerte noch bis in die Nacht, doch am nächsten Morgen waren alle Motorradfahrer startklar.
An der ersten Maudstelle der Autobahn stellte ich dann fest, daß ich vergessen hatte tunesische Dinar umzutauschen. Aber zum Glück hatte unser Günther, alias Schocki-Crossi, noch tunesische Dinar von
seiner letzten Reise dabei. Unser Glück, denn ich hatte auch völlig vergessen, daß die Motorräder betankt werden müssen. Bei meinen Planungen war ich immer von den Tanks der Tatras ausgegangen. Diese haben nämlich
eine Reichweite von über 3000 km. D.h. Remscheid-Libyen war kein Problem. Das Geld von Schocki-Crossi reichte zum Glück bis nach Libyen.
Apropos Geld, kurz vor der libyschen Grenze wollten wir noch französische Franc in libysche Dinar umtauschen. Zu diesem Zweck standen schon weit vor der Grenze die tunesischen Schwarzgeldtauscher an der
Straße und winkten mit dicken Geldbündeln den vermeintlichen Libyen-Besuchern zu. Einen von ihnen suchten wir uns aus. Wir traten mit ihm in Verhandlung, doch plötzlich gab er uns zu verstehen, wir sollten ein paar
Kilometer weiter fahren, da wir dort nicht von Polizisten beobachtet würden. Also fuhren wir etwa fünf Kilometer weiter und der Tunesier folgte uns mit seinem Mofa. Hinter einer Mauer an der Straße sollten wir dann
das Geschäft abwickeln. Also gaben wir dem Tunesier, welcher mittlerweile einen Kumpanen dabei hatte, die vereinbarte Geldsumme. Im gleichen Zug bekamen wir mehrere Bündel libyscher Dinare. Beim Nachzählen mußte ich
allerdings feststellen, daß 300 libysche Dinare fehlten. Jetzt ging das Palaver los. Der Geldtauscher war der Meinung, daß es sich hierbei um die vereinbarte Summe handele. Wir sahen das etwas anders, und forderten
unsere französischen Franc zurück. Im Laufe des Gesprächs entfernte sich der
Geldwechsler und wir laberten mit seinem Kumpanen weiter. Als wir dann den Tunesier auf seinem Mofa davonfahren sahen, wurde es höchste Eisenbahn. Wir liefen zu unseren Motorrädern und nahmen die Verfolgung auf. Als wir ihn eingeholt hatten, gab er uns zu verstehen, daß er das Geld bereits an einen anderen weitergegeben hatte, welcher nun auch plötzlich mit seinem Mofa unterwegs war. Kurzerhand schnallten wir den Geldwechsler mit auf eines unserer Motorräder und baten ihn "recht freundlich", er solle uns den Weg zu seinem Kumpel zeigen. Dort angekommen ließ sich dieser dann mit einigen "recht freundlichen Worten" davon überzeugen, uns die französischen Franc im Tausch gegen die libyschen Dinare wiederzugeben. Einige Kilometer später fanden wir dann doch noch einen ehrlichen Geldwechsler.
Auf einmal Panik! Jürgen, welcher wegen einer mitgebrachten Handverletzung noch nicht Motorrad fahren durfte, rief: "Mein Motorrad brennt!" Er saß im Wohnkoffer-Tatra, welcher hinter dem
Planen-Tatra fuhr. Sein Motorrad war auf dem Dachgepäckträger des vorausfahrenden Tatras befestigt. Doch Jürgen litt wohl wegen Motorrad-Entzug an Halluzinationen. Er hatte einen herumflatternden roten Spanngurt,
durch seine dunkle Sonnenbrille, als Flammeninferno gedeutet.
In Ben Guerdane, kurz vor der Grenze, hatten wir uns mit Uwe verabredet, welcher mit dem Flugzeug nach Djerba geflogen war. Wie vereinbart stand er an der Esso-Tankstelle. Nun waren wir endlich
komplett. Mit 19 Leuten machten wir uns auf zur Grenzstation.
Die Grenzstation in Ras Ajdir hatte etwas unwirkliches. Für die meisten von uns war es das erste mal, daß wir nach Libyen fuhren. Das Wüstenklima war schon zu spüren, die Luft wirkte diesig, doch es war
Staub der den Himmel trübte. Ein kräftiger Wind blies uns um die Ohren, Büsche rollten an den kleinen Gebäuden der tunesischen Grenzstation vorbei und Papier und anderer achtlos weggeworfener Unrat verfing sich im
Maschendraht der Zäune.
Spätestens hier sollte man die deutsche Hektik ablegen und am besten auch seine Uhr. Eine lange Schlange stand vor dem Gebäude der Zöllner, welche diverse ominöse Stempel in den Paß hämmerten. Durch ein
kleines Fenster mit einer viel zu niedrigen Theke mußte man die Pässe hereinreichen. In einem dunklen Raum saßen drei grimmig dreinschauende Männer in Uniformen. Die verschiedenen Arbeitsabläufe, Paß annehmen, Paß
aufschlagen, Stempeln, waren genau aufgeteilt.
Zu diesem Zeitpunkt kam unsere Mitreisende Claudia hinzu, welche arabisch sprach, und verwickelte die Zöllner in ein Gespräch. Diese waren doch sehr überrascht, daß eine Europäerin arabisch sprach, und fingen an zu lachen und kleine Scherze zu machen. Claudia unterhielt sich noch eine Weile mit den Zöllnern während diese unsere 19 Pässe stempelten.
Etwa 100 Meter weiter kamen wir zu der libyschen Grenzstation. Eine riesige Abfertigungshalle dominierte das Gelände. Die besseren Zeiten, die es auch in Libyen einmal vor dem Embargo gegeben hat,
konnte man an den Gebäuden der Zollabfertigung noch erahnen. Offenbar fehlt es den Libyern zur Zeit aber an dem nötigen Kleingeld, die Gebäude ordentlich instand zu halten. An einem fehlte es den Libyern aber auf
keinen Fall – an Zeit. Zunächst einmal mußte man an einem provisorisch eingerichteten Bankschalter harte Westwährung in Klopapier umtauschen. Der Wechselkurs war enorm, etwa 10 mal schlechter als der der
Schwarztauscher. Mit diesem Geld mußte man dann die arabischen KFZ-Kennzeichen erwerben bzw. ein Pfand hinterlegen. Außerdem wurde man gezwungen eine libysche KFZ-Versicherung abzuschließen. Dann waren noch einmal
250 DM pro Tatra für ein "Carnet de Passage" fällig.
Ich hatte mir schon Blasen gelaufen in meinen Motorradstiefeln. Hin und her, her und hin. Hier noch ein Stempelchen, da noch eine Quittung und endlich – nach etwa vier Stunden waren auch die letzten
Motorradfahrer fertig. Einige von uns hatten es sich schon in einem Café an der Grenzstation gemütlich gemacht. Hier gab es recht guten Kaffee zu vernünftigem Preis. Vorausgesetzt man bezahlte den Kaffee mit
"schwarz" getauschtem Geld.
Übrigens, schwarz war mittlerweile auch die Nacht geworden. Wir fuhren noch etwa 20 Kilometer in Richtung Zuara und schlugen uns dann in die Büsche.
Die Nacht war sehr stürmisch und es war fast ein Wunder, daß unser Zelt stehengeblieben war. Wir befanden uns noch sehr nahe an der Küste und ein salziger Geschmack lag in der Luft. Die Palmen bogen
sich im Wind und zu allem Übel war es auch noch am Nieseln. Irgendwie glaubten wir nicht in Libyen zu sein. Keine Sonne, grau in grau, daß konnte nicht Afrika sein.
11.10.98. Wir machten uns auf eine Tankstelle zu finden. Die erste hatte gar keinen Kraftstoff mehr und bei der zweiten bekamen wir noch ganze 200 Liter. Erst in Zuara konnten wir alle Fahrzeuge
volltanken. Immerhin etwa 2000 Liter. Und hier fing das Land an uns zu gefallen. Ganze 140,- DM kostete die Tankaktion. Der Kraftstoff ist in Libyen derart billig, daß man in Versuchung gerät, damit verschwenderisch
umzugehen. Zumindest die Libyer betrachten dies wohl nicht als kostbaren Stoff, denn die Diesel-Zapfsäulen schwimmen förmlich im Öl. Einmal konnten wir beobachten, wie ein Libyer seinen Wagen volltankte. Der Diesel
quoll schon aus dem Tankstutzen und etliche Liter liefen daneben. Als der Tankwart dies bemerkte, schlenderte dieser langsam auf den Wagen zu, entnahm seelenruhig die Zapfpistole und hängte diese in die Zapfsäule
ein. Als wäre nichts gewesen, zahlte der Kunde die Tankrechnung und fuhr davon. Der daneben gelaufene Diesel gesellte sich zu der schon vorhandenen Pfütze. Offensichtlich gehört es zum guten Ton beim Tanken nicht zu
kleinlich zu sein.
Mit vollen Tanks und mittlerweile wieder anständigem Wetter ging es Richtung Süden. Nalut, wunderschön in einem Plateau-Abbruch gelegen, sollte die nächste größere Stadt sein. Auf unendlich
erscheinenden Straßen ging es teilweise über 100 Kilometer schnurgerade in Richtung Sahara. Wir genossen die leeren Straßen und das schöne Wetter. Vor allem mit dem Motorrad war es jetzt angenehm zu fahren. Die
unendliche Weite, der warme Wind im Gesicht, so muß sich Henry Fonda im Film Easy Rider vorgekommen sein. Nur die Motorräder hatten wohl etwas weniger Federweg.
Kurz hinter Nalut fanden wir einen schönen Lagerplatz für die Nacht. Wir sammelten Holz für ein Lagerfeuer und bereiteten das Abendessen vor. Gulasch mit Kartoffeln und Kohlrabi sollte es geben.
Nach einer heftigen Diskussion, ob wir die Kohlrabi zusammen mit den Kartoffeln kochen oder diese getrennt zubereiten kamen wir schließlich doch noch zum essen. Nach dem Abendmahl kochten wir noch 40 Liter Tee für
den nächsten Tag und ließen dann den Abend beim gemütlichen Lagerfeuer ausklingen.
12.10.98. Viele weitere unendliche Kilometer standen uns an diesem Tag bevor. Bis zum See von Mzezem wollten wir an diesem Tag kommen. Und tatsächlich, wie im Reisehandbuch von Gerhard Göttler
beschrieben, fanden wir das rostige, aber mittlerweile umgeknickte Schild, welches einmal auf den See hingewiesen hatte. Nun ging es zum ersten mal ins Gelände. Fast alle Motorradfahrer hatten noch die glatten
Straßenreifen montiert. Dies war dann auch der Grund für etliche, wenn auch harmlose Stürze im weichen Tiefsand. Doch der beschwerliche Weg sollte sich gelohnt haben. Nach etwa 10 km inmitten von weitem
unfruchtbarem Land erhob sich ein etwa 20 Meter hoher Hügel aus dem Gelände. Man konnte anhand der Pflanzen, welche am Rand des Hügels wuchsen, schon erahnen, daß sich dort Wasser befinden würde. Auf den Hügel
hinauf, oder besser hineingefahren erblickte man das schier Unglaubliche. Ein glasklarer See befand sich inmitten des Hügels, inmitten von staubtrockenem Land. Laut Gerhard Göttlers Libyen-Handbuch hat der See eine
Tiefe von 50 Metern.
13.10.98. Diesen Tag nutzten wir zum umbauen der Motorradreifen. Grobstolliges Profil war nun angesagt. Beim wechseln der Reifen stellten wir fest, daß ein Radlager an Günthers Motorrad defekt war.
Hierbei handelte es sich übrigens um Günther Nummer 2, auch "Nutella Günther" genannt. Dieser sollte aber noch mehr Pech haben. Nach dem Austauschen des Radlagers an seiner Honda XS 600 pumpte er die
gewechselten Reifen auf und mußte feststellen, daß beim montieren der Schlauch beschädigt worden war. Doch am frühen Nachmittag waren alle Motorräder fertig. Von dem Hügel aus konnte man in etwa 10 Kilometer
Entfernung schöne große Dünen sehen. Wir machten uns mit fünf Motorrädern auf eine kleine Spritztour, um die neuen Reifen zu testen. Über einen groben ackerähnlichen Belag ging es in Richtung Dünen. Dort angekommen,
ließen wir unserem Spieltrieb freien Lauf und tollten mit den Motorrädern in den Dünen, wie Kinder in einem riesigen Sandkasten.
14.10.98. Ghadames, die alte Oase an der algerischen Grenze ist eine Reise wert. Die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und ihrem orientalischen Flair lud zum verweilen ein. Die dicken Mauern der
Häuser und die teilweise überdachten Gassen sorgten für eine angenehme Kühle. Hier und da lugte eine Palme zwischen den Häusern hervor. Durch die weiß getünchten Wände der Häuser wirkte alles hell und angenehm. Hier
tankten wir noch einmal Kraft für die uns bevorstehende Etappe bis Ghat. Auf 700 km würden wir keine Oase, keine Stadt, rein gar nichts mehr antreffen. Hier befüllten wir auch die 46 Reservekanister für die
Motorräder. Zuvor allerdings mußten wir uns einen Führer für die Strecke mieten. Eine Reise ohne ihn wäre erstens zu gefährlich und zweitens auch noch verboten. Obendrein bekam man auch kein Benzin in Kanister
gefüllt, wenn man keinen Führer nachweisen konnte.
15.10.98. Kurz hinter Ghadames gingen wir auf die Piste. Hier waren die Tatras in ihrem Element, und die Enduros natürlich auch. Riesige Staubwolken wirbelten wir auf. Die Motorräder mussten auf jeden
Fall voraus fahren, und zwischen den Tatras ließen wir auch einen Abstand von rund zwei Kilometern. Der Ford Maverick, welchen wir auch mitgenommen hatten, fühlte sich auf der Piste nicht so wohl. Wie ein Gummiball
hüpfte er im Gelände herum und die Insassen wurden heftig durchgeschüttelt. Wenigstens war es lustig anzusehen, vorausgesetzt man saß in einem Tatra. Denn diese glitten sänftengleich über die Wellblechpisten.
Wie um alles in der Welt fährt man sich mitten in der Wüste einen Nagel in den Reifen? Kein Problem in Libyen. Etwa 250 km hinter Ghadames zwang uns eine Reifenpanne mit eben diesem Nagel zu einem
früheren Nachtlager. Doch auf solche Zwischenfälle sollte man gefaßt sein. Wir nutzten noch die Helligkeit des Tages um den Schlauch zu flicken. Die Nacht war, wie alle Nächte die noch kommen würden, sternenklar.
Hier konnte man einen Sternenhimmel beobachten, wie es in Deutschland unmöglich ist. Durch das fehlende Hintergrundlicht konnte man wesentlich mehr Sterne wahrnehmen. Schocki-Crossi, welcher sich hobbymäßig mit
Astronomie beschäftigte, erklärte uns die verschiedenen Sternbilder. Es gibt kaum etwas schöneres, als unter einem solchen Sternenhimmel einzuschlafen.
16.10.98. Das trocken-heiße Klima der Zentralsahara war nun allgegenwärtig. Morgens in der Früh war es noch recht frisch und teilweise sogar etwas zu kühl. Doch ab 10.00 Uhr knallte die Sonne unbarmherzig auf uns
nieder. Zum Glück hatten wir während der heißesten Tage immer einen angenehm kühlenden Wind.
An einer landschaftlich interessanten Stelle hielten wir an, um ein paar Fotos zu schießen. Als der Ford ankam, hatte dieser eine recht unnatürliche Schieflage. Bei näherem hinsehen sah man den Grund.
Offensichtlich war der Ford schon mehrere Kilometer mit einem platten Reifen gefahren. Das Gummi des Reifens war durch das durchwalken vollkommen zerstört, eine Reparatur unmöglich. Am Mittag dieses Tages erreichten
wir die ersten Sandfelder und kurze Zeit später gab es außer Sand nicht anderes mehr. Der Ford Maverick fuhr sich erst einmal schön fest. Bei dem Versuch, den Wagen mit Sandblechen zu befreien, rissen wir mit der
scharfen Kante eines solchen Sandbleches die Flanke eines Reifens auf. Was für ein Tag. Für den Ford waren nur zwei Ersatzreifen mitgenommen worden. Jetzt hieß es improvisieren. Frank, unser Krankenpfleger, hatte
zum nähen von Wunden ein stabiles Garn und spezielle Nadeln dabei. Mit geschickten Stichen nähte er die zerfetzten Gummilappen zusammen. Mit eigens für schlauchlose Reifen mitgenommen Flicken vulkanisierten wir
einige Schichten dickes Gummi auf die genähte Stelle. Zum Glück mußten wir diesen Reifen nicht einsetzen, denn dies war der letzte Reifenschaden am Ford.
17.10.98. Wir wühlten uns durch teilweise 220m hohe Sandberge. Immer wieder mußten wir die Sandbleche legen. An einigen Sandverwehungen waren die Steigungen so groß, daß wir auch mit Sandblechen nicht
mehr weiterkamen. Jetzt half nur noch eins: Einen LKW-Reifen eingraben, das Seil der Seilwinde daran befestigen und sich selbst herausziehen. Dies war eine mühsame Arbeit, doch hatten wir alle Spaß daran, denn daß
gehört nun mal zum Fahren in der Wüste. Bis in die Abendstunden waren wir mit dem Eingraben des Reifens beschäftigt. Die Temperatur fiel auf unter 20 Grad Celsius, so war wenigstens das Arbeiten angenehmer. Gegen
21.00 Uhr war der erste Tatra über die Steigung hinweg gezogen. Mit starken Scheinwerfern, welche über das Stromaggregat gespeist wurden, hatten wir unseren "Arbeitsplatz" ausgeleuchtet. All das hatte
etwas Rallye-Dakar mäßiges. Nach einem üppigen Abendessen genossen wir die unendliche Freiheit der Wüste. In den riesigen Sanddünen kam man sich klein und unwichtig vor. Und wenn man sich einige Meter entfernte und
das Lager sah, so wirkten die großen LKW wie Spielzeugautos und die Menschen um sie herum wie Ameisen.
18.10.98. Die kühlen Morgenstunden nutzen wir, um den zweiten Tatra über die Steigung zu bringen. Dieses Unterfangen war wesentlich einfacher als am Abend zuvor. Diesmal konnten wir mit dem
Wohnkoffer-Tatra den anderen Tatra hinaufziehen.
200 Meter weiter wartete schon die nächste Steigung auf uns. Gunst des Schicksals war es, daß der erste Tatra, immerhin vier Tonnen leichter als der andere, einwandfrei die Steigung
hinaufkrabbelte. So mußten wir nur den anderen hinterher ziehen. Auch die Motorradfahrer hatten so ihre Probleme. In dem weichen Sand war es nicht ganz einfach immer die richtige Spur zu halten. Auch taten sich
schnell steile Dünenabbrüche auf, die man je nach Sonnenstand sehr schlecht erkennen konnte. Doch alle Stürze liefen glimpflich ab und man hatte schlimmstenfalls etwas Sand im Gesicht. Rund 20 km kamen wir ohne
Probleme durch die Dünen. Doch dann tat sich ein großer Kessel auf. Es würde unmöglich sein, aus diesem ohne Hilfsmittel wieder heraus zu fahren. Und so kam es auch. Etwa 3 Meter vor der Kuppe blieb der Tatra
stehen. Nach etlichen Versuchen gaben wir auf. Ich hatte den Planen-Tatra in eine bedenklich starke Schräglage gebracht. Uns wurde klar – ein Reifen mußte wieder eingegraben werden. Es war etwa 13.00 Uhr, das
Thermometer zeigte 55 Grad im Schatten. Doch es half alles nichts, es mußte gebuddelt werden. Wir stellten ein Zelt zum Schatten spenden auf. Im Wechsel schaufelten wir jede Menge Sand durch die Gegend und gossen
uns zur Erfrischung Wasser über die Köpfe. Doch Übung macht den Meister. Dieses Loch war viel schneller gegraben als das erste, und schon nach 3 Stunden konnten wir den Koffer-Tatra aus der Kuhle ziehen. Den
Planen-Tatra wollten wir mit der Seilwinde des K-Tatra herausziehen. Ich ließ die Reifen des P-Tatra langsam kreisen. Das Stahlseil zum K-Tatra spannte sich. In diesem Moment fing der P-Tatra an sich zu bewegen.
Er drehte sich auf der Stelle, und beschrieb einen Kreibogen von ca. 30°. Erst dann setzte auch eine Vorwärtbewegung ein. Endlich verlor das Fahrzeug auch die bedenkliche Schieflage, und kurze Zeit
später waren wir auch schon "über den Berg". Für die weitere Fahrt probierten wir eine neue Taktik aus. Wir verbanden beide Tatras mit einer 5 Meter langen Abschleppstange und fuhren so gemeinsam los. Mit
diesem 16x16 Fahrzeug erklommen wir die Dünen viel einfacher und blieben auch nicht mehr stecken.
19.10.98. Wir hatten viel zu lange geschlafen und krochen erst um 10.00 Uhr aus den Federn. Wahrscheinlich zurückzuführen auf den anstrengenden Tag zuvor. Jürgen, der aufgrund einer Handverletzung,
welche er sich drei Tage vor der Reise zugezogen hatte, bis zu diesem Tag noch kein Motorrad fahren konnte, drängte nun darauf, daß seine Maschine abgeladen würde. Frank, unser Krankenpfleger, hatte ihm grünes Licht
gegeben. Nun war kein halten mehr, und Jürgen crosste erst einmal durch die Gegend. Das anfängliche herumeiern der anderen Motorradfahrer war einem schon fast professionell zu bezeichnendem Fahrstil gewichen. Hohe
Sandfontänen wurden von den Hinterreifen hochgeschleudert. Die bei jedem eingangs vorhandene Angst vor dem weichen Untergrund war fast grenzenlosem Fahrspaß gewichen. Gegen Abend verließen wir das 120 km breite
Dünenfeld und hatten wieder harten Untergrund unter den Rädern. Nahe der algerischen Grenze schlugen wir unser Lager auf.
Es war ein herrlicher Sonnenuntergang. Wir standen an einem für die Sahara typischen Plateau-Abbruch und sahen fasziniert in die bizarre Landschaft. Die untergehende Sonne färbte die angrenzende
Bergkette rot, ein Gefühl der Ruhe und Zufriedenheit durchströmte mich.
20.10.98. Die letzten Kilometer bis Ghat ging es über gut zu befahrende Piste. Kurz bevor wir auf die Asphaltstraße trafen, verloren wir Kathrin mit ihrer Suzuki DR350. In einer sehr breiten und langen
Schlucht hatten wir die Abstände zwischen den Motorrädern nicht klein genug gehalten, und schon war es geschehen. Doch nach einer einstündigen Suchaktion fanden wir sie schließlich wieder. Wir diskutierten dann noch
heftig über Abstände, gegenseitige Verantwortung usw. und einigten uns darauf, daß so etwas in Zukunft nicht mehr vorkommen sollte. Bei Al Awaynat stießen wir schließlich wieder auf asphaltierte Straße. Die letzten
100 km bis Ghat ging es fast nur geradeaus. Linkerhand befand sich eine stark zerklüftete Gebirgskette, Ausläufer des Akakus Gebirges. In Ghat angekommen hielten wir bei der ersten Tankstelle, etwa 100 Liter hatte
jeder Tatra auf 100km gebraucht. Hier ließen wir auch unseren Tuareg-Führer "Ali Mussa Hamadi Turgi" aussteigen. Mit gutem Gespür hatte er uns durch die Dünen gelotst. Auf einem Campingplatz in Ghat
füllten wir unsere Wasservorräte auf. Rund 4000 Liter waren nachzufüllen. In der Wüste trinkt man viel. Sechs Liter und mehr waren kein Problem.
Vor allem die Motorradfahrer hatten viel zu schwitzen, doch mit einem Trinkrucksack war die Sache halb so schlimm. Am Abend besuchten uns Einheimische und versuchten uns Schmuck und allerlei Zeugs zu
verkaufen. Das Ende vom Lied war, das Wilfried unser alter Fuchs den Einheimischen seinen Solartaschenrechner und eine billige Digitaluhr verkauft hatte.
21.10.98. Auf, Richtung Germa, hieß es heute. Eine recht langweilige über 300 km lange Asphaltstrecke stand uns bevor. Am Abend wurden wir jedoch mit einem schönen Lagerplatz entschädigt. In einem Tal
zwischen zerklüfteten Felsen fanden wir ein Plätzchen weit ab von der Straße.
22.10.98. Für ein paar schöne Aufnahmen fuhr Stefan mit seiner Honda XS600 extra durchs Gelände. Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit und es war passiert. Stefan sah eine Querrinne zu spät, reagierte
falsch und überschlug sich bei etwa 90km/h. Zum Glück hatte er eine Vollpanzerung an. Wie sich später im Krankenhaus von Ubari herausstellte, hatte sich Stefan die rechte Hand angebrochen. Am späten Nachmittag
erreichten wir Germa. Von hier aus waren es nur noch einige Kilometer bis zu den Mandara Seen. Die Nacht verbrachten wir auf dem Campingplatz vor der Einstiegsdüne.
23.10.98. Sehr zeitig machten wir uns auf den Weg zu den Mandaraseen. Luft aus den Reifen gelassen, genügend zu trinken eingepackt und los ging`s. Die Tatras ließen wir auf dem Campingplatz zurück, für
LKW war diese Strecke einfach nicht befahrbar. Mit den Motorrädern jedoch hatten wir einen Riesenspaß.
Da wir nur acht Motorräder hatten, mußten einige zwangsläufig auf eine andere Art zu den Seen gelangen. Mit dem Ford Maverick richteten wir eine Art Pendelverkehr ein. Der heutige Tag sollte jedoch in
puncto Ford Maverick in Erinnerung bleiben. Marc, der Maverick Lenker, konnte es nicht lassen mit einer recht hohen Geschwindigkeit durch die Dünen zu springen. An einer langgezogenen Steigung war es dann soweit.
Mit etwa 80km/h schlug der Maverick im Sand auf und es gab einen heftigen Knall. Danach wurde es recht nebelig im Fahrzeug. Was war geschehen? Der Airbag des Ford hatte ausgelöst und Marc und seine Insassen zu Tode
erschrocken. Dem ersten Schreck folgte dann jedoch ein etwa 10 minütiger Lachanfall von Frank. Nach einigen Mühen in den Dünen erreichten wir dann doch noch den Mandara See. Leider war dieser vollkommen
ausgetrocknet. Nach einer Besprechung kamen wir überein, daß die Motorradfahrer noch einige Kilometer weiter bis zum See "Um El Maa", was soviel heißt wie "Mutter des Wassers", fahren. Dieser See
machte seinem Namen alle Ehre. Wie ein Juwel lag der See dort zwischen den Dünen. Umstanden von Palmen und hohem Gras. Vögel zwitscherten und man konnte es kaum glauben. Hier mitten in dieser unwirtlichen Gegend war
ein kleines Paradies entstanden. Leider hatten wir nicht viel Zeit zum verweilen.
Zwei Stunden hatten wir für diesen Ausflug vereinbart. Nur schweren Herzens machten wir uns auf den Rückweg.
24.10.98. Eine Stadt kann man in Libyen auf jeden Fall auslassen. Sebha, wahrlich kein Kleinod, ließen wir links liegen und begaben uns bei Idri auf die Piste Richtung Darj. Arno verglich die Landschaft
mit dem Buch "Die unendliche Geschichte". Und zweifellos, sie hatte etwas phantastisches. Die Piste schlängelte sich durch zerklüftete Felslandschaften. Hier und da stand eine Akazie, und ab und an machte
eine Sandverwehung das manövrieren schwierig.
Schwarzes Gestein gab der Landschaft ein unwirkliches Gesicht.
25.10.98. Mitten auf der Piste gab der Wohnkoffer-Tatra plötzlich eigenartige Geräusche von sich. Fehlzündungen führten zu einem lauten Knallen und Spotzen, eine Schraube an dem Einspritzpumpenantrieb
hatte sich gelockert. Das Problem zu beheben war nicht ganz einfach. Wir mußten erst warten bis der Motor abgekühlt war, ansonsten hätte man sich beim Basteln an der Einspritzpumpe schön verbrannt. Diese Problem
trat gleich zweimal kurz hintereinander auf, und zu guter letzt stellten wir auch noch fest, daß das Hosenrohr vom Auspuff einen Riss hatte. Wir schlugen unser Lager mitten auf der Piste auf und reparierten erst
einmal den Schaden.
Einige Mitreisende hatten Angst, es könne uns jemand Nachts übersehen und in unser Lager fahren. Die Piste war an dieser Stelle etwa 10 Kilometer breit, und es ging etwa 100 Kilometer nur geradeaus. Um sie
zu beruhigen stellte ich Warnlampen und Warndreiecke auf .
26.10.98. Den Rest der Piste flogen wir regelrecht nach Darj. Mit einem Tempo von teilweise 150km/h fuhren wir mit den Motorrädern in das unendliche Territorium. Die Tatras pflügten durch die Landschaft
und an langgezogenen Kuppen sprangen die 22 Tonnen Kolosse wie schwerelos durch die Gegend. Frank stand oft bei voller Fahrt auf dem Dach des Tatras. Er sah ein bisschen aus wie
Hanibal, der seine Elefanten über die Alpen lenkte. Es mußte schon ein geiles Gefühl sein auf dem Tatra zu stehen, zumindest machte Frank einen solchen Eindruck.
27.10.98. In Nalut trafen wir Marc und Karin wieder, welche sich in Germa von uns getrennt hatten. Wegen der Gefahr von Reifenschäden an dem Ford hatten sie die Asphalt-Straßen bevorzugt. Kurz vor der
Grenze schlugen wir unser letztes Nachtlager in Libyen auf. Wir wechselten Abends noch den Luftpresser an einem Tatra aus, weil wir glaubten, hier einen Grund für den Ölverlust gefunden zu haben.
28.10.98. Am frühen Morgen machten wir uns auf zur Grenze. Kurz vorher tankten wir noch einmal alles voll und kauften mit dem restlichen Geld noch etwas Getriebeöl. Der Grenzübertritt kostete Nerven.
Einige Motorradfahrer hatten ihre libyschen KFZ-Kennzeichen verloren. Alles halb so schlimm, aber sie banden es den Zöllnern direkt auf die Nase, welche dann einen Staatsakt daraus machten. Denn
eigentlich interessiert es niemanden, ob man sein Kennzeichen wieder abgibt oder nicht. Nachmittags um 16.00 Uhr waren wir dann endlich fertig.
30.10.98. Einen Tag hatten wir uns frei genommen, um Kairouan in Tunesien zu besichtigen. Die Medina war einen Besuch wert. Wie in einem riesigen Ameisenhaufen ging es in der Stadt zu. Viele
orientalische Düfte mischten sich und man glaubte sich in 1001 Nacht.
01.11.98. Im Hafen von Tunis luden wir die Motorräder wieder auf und warteten auf unser Schiff. Diesmal sollte es die Liberté sein, welche uns übers Mittelmeer bringt. Doch wie wir dann mitgeteilt
bekamen, hatte sie einen Motorschaden und wurde durch die Napoleon ersetzt.
02.11.98. Europa begrüßte uns mit Sonnenschein, doch kurz hinter Marseille verließ uns das schöne Wetter (für immer) und wir fuhren den Rest der Reise durch typisches Winterwetter mit viel Regen nach
Hause. Kaum zu Hause angekommen wollten wir auch schon wieder weg. Es schneite, war kalt und überhaupt.....
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